Rannenberg Online
... das naturnahe Bergdorf zwischen Süntel und Wesergebirge

Dorferneuerung

Die Förderung der Dorferneuerung durch das Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist seit Jahren fester Bestandteil niedersächsischer Politik zur Entwicklung der ländlichen Räume. Über 1900 Dörfer sind bereits im Dorferneuerungsprogramm als allgemeine Maßnahme oder im Rahmen der Flurbereinigung gefördert worden.

Mit der Dorferneuerung sollen die typischen Elemente unserer Dörfer gestärkt, die Wohn- und Arbeitsverhältnisse verbessert und sozio-kulturelle Prozesse eingeleitet und unterstützt werden. Durch eine dörflichen Verhältnissen angepasste Planung mit enger Einbindung der Bürger sowie anschließender Förderung von Maßnahmen sollen die traditionellen Werte der Dörfer gesichert und Impulse für eine nachhaltige Entwicklung gegeben werden. Dorferneuerung soll angesichts des stattfindenden Strukturwandels die Lebensbedingungen der im ländlichen Raum wohnenden Menschen attraktiver gestalten und einen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen leisten.

Quelle: http://www.ml.niedersachsen.de

 

Dorferneuerung Rannenberg

Im Jahre 2000 erhielten wir die Zusage über die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen. Vorausgegangen waren mehrere erfolglose Anträge, die wir über die Gemeinde regelmäßig seit 1984 gestellt und erneuert haben. Immer wieder wurden wir vertröstet. Doch die Aufnahme gelang schließlich im Jahre 2000. Und sie resultiert eindeutig aus unseren Beteiligungen am Kreiswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". Nach mehreren Teilnahmen in den Jahren 1987, 1992, 1994 wurden die Herren vom Amt für Agrarstruktur (AfA) immer mehr auf unseren Ort aufmerksam. Denn diese waren sowohl für den Wettbewerb als auch für die Dorferneuerung zuständig. 

Bei der Besichtigung des Dorfes anlässlich des Bezirkswettbewerbs kamen der Vertreter des AfA, Herr Kurt-Ulrich Schulz und Ortsvorsteher Heinrich Wente auch auf die bisher erfolglos gestellten Anträge zur Dorferneuerung zu sprechen. Das Gespräch endete dann in der Aufforderung durch Schulz: "Stellen Sie doch noch einmal einen neuen Antrag!" Dazu ließ sich Wente nicht zweimal bitten. Eine ausführliche Beschreibung unseres Ortes ging an das AfA. Insgeheim hoffte er, dass mit der Aussage von Schulz wohl schon die Aufnahme in das Programm gesichert sei. Wieder vergingen einige Monate, bis Bürgermeisterin Ursula Sapia Wente anrief und um einen Termin im Dorfgemeinschaftsraum bat, zunächst nur mit Vertretern des Amts für Agrarstruktur, der Gemeinde und OV Wente. Die Presse sollte eine halbe Stunde später erscheinen. Dezernent Schulz betonte, beide Vertreter des AfA seien beim Bezirkswettbewerb im Mai vom Rannenberger Beitrag sehr angetan gewesen. Darum seien sie sich jetzt einig, sich für Rannenbergs Berücksichtigung im Dorferneuerungsprogramm einsetzen zu wollen. Dies sei allerdings noch keine verbindliche Zusage, denn das letzte Wort werde der Landwirtschaftsminister im Dezember sprechen. Dass dieser dann wenige Wochen später seine Unterschrift hierzu gab, war wohl nur noch eine Formsache. Damit konnte es nun endlich losgehen.

V.l.n.r.: Kurt-Ulrich Schulz (Amt für Agrarstruktur) und Jürgen Bruns (Bezirksregierung) überbringen Ende November 2000 die "frohe Botschaft" über die Aufnahme Rannenbergs in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen. Es freuen sich Ortsvorsteher Heinrich Wente, Bürgermeisterin Ursula Sapia, Allgemeiner Vertreter Thomas Priemer und Bauamtsleiter Friedhelm Liwack

  

 

Schnell wurden alle Einwohner zu einer Bürgerinfo geladen, um diese mit den Zielen und Ablauf und Inhalt bekannt zu machen. Gleichzeitig etablierte sich ein Arbeitskreis, der eine Liste erarbeiten sollte über Anregungen und Wünsche evtl. durchzuführender Maßnahmen. In zahlreichen Sitzungen erarbeitete der Arbeitskreis all das, was umgesetzt werden sollte. Daraus wurde dann vom Planungsbüro Stadtlandschaft Hannover - Frau Bukies - der Dorferneuerungsplan erstellt. Durch Anklicken können Sie die Ausführungen über das Planungskonzept, die öffentlichen sowie die privaten Maßnahmen herunterladen. Darin finden Sie außerhalb der Dorferneuerung auch viele Anregungen, die Sie bei Maßnahmen an Ihren Grundstücken durchaus umsetzen sollten. Als Ergebnis daraus wurde die Maßnahmenübersicht erstellt, die alle geplanten öffentlichen Maßnahmen und deren Finanzierung bzw. Förderung umfasst.  Schließlich musste der finanzielle Rahmen noch genehmigt werden: der Förderrahmen wurde  von der Bezirksregierung Hannover für öffentliche Maßnahmen auf 340.000 € und für private Maßnahmen auf 150.000 € festgesetzt. Das bedeutet, dass Investitionen im öffentlichen Bereich bis 680.000 € (50 % Zuschuss) und im privaten Bereich bis 500.000 € (30 % Zuschuss) gefördert werden können.

Im öffentlichen Bereich wurde als erste Maßnahme der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses ausgeführt. Mit einem Einsatz von insgesamt über 50 Einwohnern, die über 3.500 freiwillige Arbeitsstunden leisteten, wurde dieser Kraftakt von Ende März bis Ende November 2004 bewältigt. Was daraus wurde, kann sich sehen lassen: ein völlig neu gestaltetes Dorfgemeinschaftshaus, das sowohl einen kleineren Raum für laufende Treffs sowie einen "Saal" mit etwa 85 m2 aufweist. Dieser Saal dient für Versammlungen der Vereine, Feuerwehrball, Seniorentreffs, usw. Das Haus wurde vom neu gegründeten Verein "Dorfgemeinschaftshaus Rannenberg" übernommen. Das gesamte Haus hat unseren Ort deutlich aufgewertet. Es wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen. 

                            

Als nächste Maßnahme wurde im August 2004 der Ausbau der Straßen "In der Reete", "Am Margland" und "Bodenengern" in Angriff genommen. Die drei Bauabschnitte wurden an die Firma Tegtmeier, Großenwieden, vergeben. Der Bereich "In der Reete" wurde noch im gleichen Jahr abgeschlossen, während die Arbeiten an den beiden anderen Straßen im Jahre 2005 weiter geführt wurden. Die endgültige Fertigstellung zog sich bis zur Jahresmitte 2005 hin. Ein Wort zu den Kosten dieser drei Straßenbereiche: die ursprünglich kalkulierten 130.000 € verdoppelten sich annähernd auf rd. 245.000 €. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die zusätzlich notwendige Regenwasser-Kanalisierung.

Danach sollte es eigentlich nahtlos weitergehen mit dem Ausbau der Rannenberger Straße. Der ursprüngliche Baubeginn wurde aus finanziellen Gründen jedoch in das Jahr 2006 und nochmals nach 2007 verschoben. Im Herbst 2005 zeichnete sich aber eine Entspannung dr Haushaltslage ab, so dass wieder in 2006 begonnen werden sollte. Nach dem Zeitplan sollte Anfang des Jahres die Planung erstellt werden, so dass im 2. Quartal die politischen Gremien beschließen konnten. Losgehen sollte es dann im 3. Quartal. Nachdem die Gemeinde den Antrag auf Baubeginn gestellt hatte, kam aus Hannover eine Absage. Denn es war inzwischen ein Erlaß ergangen, dass Maßnahmen bis Ende Juli 2006 hätten ausgeführt sein müssen. Das war aber nicht möglich. Nun mussten wir warten, bis die EU einen neuen "Topf" auflegen und freigeben würde. Viele Telefonate mit der zuständigen Behörde brachten leider keinen Erfolg. Es gab immer wieder Absagen. 

Am 30. August 2007  war es dann endlich so weit. OV Wente hatte noch einmal den Versuch unternommen und in Hannover angerufen. An diesem Tag erhielt er die telefonische Auskunft, dass es wohl mit dem Bau der Rannenberger Straße nun doch bald losgehen kann. Kurz darauf kam dann die endgültige schriftliche Zusage. Nach Monaten der Bearbeitung und mehreren Verschiebungen sollte es nun bald Wirklichkeit werden. Anfang März 2008 wurde mit den Arbeiten begonnen. Ausführende Firma ist die "NN-Bau Ing. Neitz GmbH" aus Hess. Oldendorf. Mit einem Klick auf die einzelnen Bauabschnitte (Bauabschnitt 1, Bauabschnitt 2, Bauabschnitt 3, Bauabschnitt 4, Bauabschnitt 5, Bauabschnitt 6)  öffnet sich ein Fenster mit dem Plan des jeweiligen Abschnitts.

  

Sanierung Rannenberger Straße

Im Rahmen der Dorferneuerung wurde die gesamte Rannenberger Straße saniert. Mit den Bauarbeiten wurde Anfang März 2008 begonnen. Sie wurden Ende September 2008 weitgehend abgeschlossen. Den Ablauf der Baumassnahme hat OV Heinrich Wente bei der Einweihung der Straße in seiner Ansprache noch einmal zusammengefasst. 

Eine der letzten Maßnahme war das Setzen der Sandsteinpoller im Unterdorf (Bachbereich). Wie Sie auf dem Bauzeitenplan erkennen, sind die Arbeiten damit drei Wochen früher als geplant beendet. Die endgültige Abnahme der Straße fand kurz vor Weihnachten statt. Alle Mängel wurden festgehalten. Sie wurden komplett behoben. 

 Mit einem Klick öffnet sich ein Fenster mit einer Diashow über die gesamte Baumaßnahme.

 
Bei widrigem Wetter haben die Bauarbeiter die Sandsteinpoller gesetzt   An den Ortseingängen wurden in den Bereichen "Baumtore" Linden gepflanzt. Diese Maßnahme dient der Verkehrsberuhigung
 

Einweihung Rannenberger Straße

Bürgermeister Thomas Priemer und Ortsvorsteher Heinrich Wente geben symbolisch die Rannenberger Straße wieder frei.

Am 25. Oktober 2008 war es endlich soweit: nach nur siebenmonatiger Bauzeit konnte die komplett sanierte Rannenberger Straße eingeweiht werden. Vor zahlreichen Einwohnern und Gästen durchschnitten Bürgermeister Thomas Priemer und Ortsvorsteher Heinrich Wente das Band und gaben damit die Straße symbolisch wieder frei. Ein Rundgang über die gesamte Rannenberger Straße und ein gemütliches Beisammensein im Dorfgemeinschaftshaus folgte dem offiziellen Teil. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern. Dieses Zeichen sollte auch als Dank verstanden sein für die Maßnahmen, die im Rahmen der Dorferneuerung in unserem Dorf durchgeführt wurden und es ein Stück weit lebenswerter gemacht haben. 

In seinem Grußwort ging Bürgermeister Thomas Priemer auf die EU-Förderung ein. Er lobte die intakte Dorfgemeinschaft in Rannenberg, die die Dorferneuerung bisher 8 Jahre lang begleitet hat. Aktive Dorfgemeinschaften seien im Auetal immer förderfähig. Er lobte unseren Ort mit den Worten "Rannenberg ist zu einer Perle im Weserbergland geworden." Ortsvorsteher Heinrich Wente ließ noch einmal den Ablauf der gesamten Planungs- und Bauphase Revue passieren. Er ging auf die mehrfachen Terminverschiebungen ein und erläuterte einige wesentliche Punkte. So z. B. die Angst vor Hochwasser, die Sanierung des "Bullerborn" und die Sanierung eines Teilbereichs der Haupt-Wasserleitung. Insgesamt zeigte er sich sehr zufrieden über den zügigen Bauforschritt. In einer Rekordzeit von rd. 7 Monaten sei die Baumaßnahme durchgeführt. Sie sei - was selten sei - 3 Wochen vor der geplanten Zeit abgeschlossen worden. "Alle Einwohner Rannenbergs freuen sich über die neue Straße. Ich danke allen am Bau Beteiligten im Namen aller Rannenberger für ihren Einsatz" schloss er seine Ausführungen. 

 

Fotos

Umbau Dorfgemeinschaftshaus Ortsbegehung des Arbeitskreises
Ausbau "In der Reete" Ausbau "Brinkstrasse"
Ausbau "Bodenengern" Sanierung Rannenberger Strasse
Einweihung Rannenberger Str.  

Presseberichte zur Dorferneuerung aus der

Unsere Bürger wurden über den Stand der Dorferneuerung ständig durch Rundschreiben und auch die Presse informiert. Zahlreiche Artikel aus der Schaumburger Zeitung, die die Dorferneuerung begleiten, können Sie durch einen Klick auf den Titel herunterladen:

 

Entscheidungen sind nicht käuflich Wer immer Geld mitbringt
Rannenberg hofft jetzt... In greifbarer Nähe
Gemeinde Auetal hofft... Immer am Ball geblieben
Platz für Wappen Tolle Dorfgemeinschaft
Freundliche Hunde... Gemeinsam für ein neues Dorf
Dorferneuerung nicht vor 2003 In 8 Jahren... 
Naturverbundene Landwirte Neuer Blickfang (28.10.2000)
Dorferneuerung vorm Endspurt Ab September grünes Licht
Neues Friedhofstor Private Dorferneuerung
Grünes Licht für Dorferneuerung Grünes Licht für das "Bergdorf"
Dorferneuerung verzögert sich Rannenberg kann 200.000 Euro ausgeben
Bittere Pille Bauen, solange das Geld reicht
Wohín in das Steuergeld fließt Geld bewilligt
Schluss mit feuchter Zugluft 17.10.09

 

Presseberichte Umbau Dorfgemeinschaftshaus

 

Presseberichte Straßenausbau 

 

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